Project-Management-Professional nach PMI - Projekmanagement24

Project-Management-Professional nach PMI

In der Zielsetzung zu diesem Blog habe ich bereits formuliert, dass ich mich derzeit auf die Zertifizierung zum Project-Management-Professional (PMP) vorbereite. Hier möchte ich erläutern, worum es sich dabei handelt.

Der PMP ist eine Zertifizierung des Project-Management-Institute (PMI / http://www.pmi.org/) mit Hauptsitz Philadelphia, USA. Laut PMI gibt es Stand September 2010 mehr als 500.000 Menschen weltweit, die nach PMI zertifiziert sind. Der PMP basiert auf dem Project Management Body of Knowledge (PMBOK), einem Framework, das standardisierte Definitionen und Prozesse bereitstellt. Aus dieser Standardisierung ergeben sich Vorteile für Projektmanager wie für Projekt-Sponsoren. Für beide Gruppen gilt, dass ein einheitliches Verständnis entwickelt wird, auf dessen Basis sich Projektmanager austauschen und zusammenarbeiten können, selbst wenn diese noch nie zuvor zusammengearbeitet haben. Intuitives Umsetzen von Projekten wird ersetzt durch strukturiertes Vorgehen. In den PMP ist jahrzehntelanges Wissen geflossen, so dass alle Beteiligten darauf vertrauen können, dass sie bei Verwendung des PMBOK auf Best-Practice zurückgreifen können.

Das PMBOK ist gegliedert in die fünf Prozessgruppen (Initiating, Planning, Executing, Monitoring and Controlling und Closing) sowie in zehn Wissensgebiete (Integration Management, Scope Management, Time Management, Cost Management, Quality Management, Human Resource Management, Communications Management, Risk Management, Procurement Management, Professional and Soical Responsibility).

Als Lern-Unterstützung zum PMP hat sich ein Standardwerk entwickelt, das PMP Exam Prep von Rita Mulcahy. Neben dem Prep-Buch sind zahlreiche Zusatzanwendungen (CD-Roms, Online-Tests etc.) entstanden, die zur Vorbereitung dienen. Im Prep-Buch befinden sich über 400 Testfragen. Rita Mulcahy empfiehlt, zunächst alle 400 Fragen durchzugehen, um zu ermitteln auf welchem Stand der angehende PMP bereits ist. Viele Antworten lassen sich aus der Praxis ableiten. PMI setzt darauf, dass die Formulierungen der Fragen so gewählt sind, dass erfahrene von unerfahrenen Projekt Managern sehr wohl unterschieden werden können. Häufig sind die Wahloptionen so nah bei einander, dass es eigener praktischer Erfahrungen bedarf, um die richtige Wahl zu treffen. Erst nach Beantwortung aller 400 Fragen empfiehlt Rita Mulcahy auf die Inhalte des Prep-Buchs einzugehen und dabei speziell die Kapitel zu studieren in denen sich die größten Wissenslücken aufgetan haben. Nach Studium der Kapitel empfiehlt sie die erneute Beantwortung aller 400 Fragen. Daraus sollte sich eine Entwicklung ableiten lassen. Wenn dies erfolgt ist lohnt es sich, die Online-Version der Prüfungsfragen zu nutzen, um das Wissen auf eine breitere Basis zu stellen.

Eine Zertifizierung zum PMP setzt voraus, dass der Projekt Manager mindestens 36 Monate bzw. 4.500 Stunden aktiv Projekte gemanaged hat (gilt für Projekt Manager mit Hochschulabschluss). Für Projekt Manager ohne Hochschulabschluss erhöht sich die Zahl auf 60 Monate bzw. 7.500 Stunden Projekt Management Erfahrung. In beiden Fällen muss der Besuch von 35 Stunden PMP-Seminaren nachgewiesen werden. Hierfür gibt es in Deutschland inzwischen diverse Anbieter.

Den PMP erlangt, wer einen computerbasierten Test absolviert, bei dem 200 Multiple-Choice-Fragen beantwortet werden müssen. Von den 200 Fragen sind 25 Testfragen, die nicht in die Bewertung einfließen (Leider weiß der Prüfling nicht, welche das sind…). Von den 175 verbleibenden Fragen müssen 61 Prozent (106 Fragen) richtig beantwortet werden. Für die Beantwortung stehen vier Stunden zur Verfügung. Die Prüfung erfolgt in einem der PMP-Centren in Deutschland, die es u.a. in Berlin, Hamburg, Frankfurt und München gibt. Die Gebühr für den Test liegt aktuell zwischen 340 Euro (PMI-Mitglieder) und 465 Euro (Nicht-Mitglieder).

Der PMP gilt für drei Jahre. Innerhalb der drei Jahre muss der PMP 60 Professional Development Units (PDUs) absolviert haben. In der Regel entspricht eine Unit einer Stunde. PDUs werden erworben für die inhaltliche Betätigung als PMP. Dies kann die Teilnahme an Seminaren sein. Möglich ist aber auch, dass der PMP selbst Seminare abhält.

Welche Anreize gibt es für den Prüfling? Das PMI analysiert regelmäßig den Erfolg von PMPs. Dabei wurde ermittelt, dass PMPs in der Regel zehn Prozent mehr verdienen als Kollegen ohne entsprechende Zertifizierung. Außerdem steht dem PMP mit seinem Wissen ein handfestes Werkzeug zur Verfügung, um die Projektarbeit sehr erfolgreich und souverän erledigen zu können.

Fazit: Für mich sind die Anreize groß genug, um die Mühe des PMP-Lernens auf mich zu nehmen. Ich freue mich auf das Lernen und die Prüfung. Und vor allem auf die Fortschritte, die der PMP für meine tägliche Arbeit bringen wird.

 

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Marco Elling

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